Ein würdevoller Rahmen unterstrich einen bedeutsamen Tag bei der Feuerwehr in der Verbandsgemeinde Nastätten

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Ein würdevoller Rahmen unterstrich einen bedeutsamen Tag bei der Feuerwehr in der Verbandsgemeinde Nastätten

Eine festlich geschmückte Bühne im Miehlener Bürgerhaus bot sich den Gästen, die zur Entpflichtung der alten Wehrleitung der Verbandsgemeinde Nastätten und der Verpflichtung einer neuen Wehrleitung, eingeladen waren.

Eröffnet wurde der Festakt mit einer musikalischen Begrüßung der rund 300 Anwesenden durch die Feuerwehrkapelle Dahlheim. Daran schloss sich eine gesangliche Darbietung des Bürgermeisterchores aus der Verbandsgemeinde an, gefolgt von der Begrüßungsansprache des Verbandsbürgermeisters Jens Güllering.

Gerichtet waren seine Worte an die Männer der noch amtierenden und der künftigen Wehrleitung, sowie deren anwesenden Angehörigen, die geladenen Gäste aus Politik und Verwaltung und an die zahlreich erschienenen Feuerwehrleute von 32 Einheiten.

Bürgermeister Güllering blickte bei seinen Ausführungen zurück auf ein besonderes Verhältnis von Politik, Verwaltung und Feuerwehr das die Zusammenarbeit prägte. Diesem guten Miteinander lag immer ein sachorientiertes Handeln, zusammen mit Menschlichkeit und dem notwendigen Sachverstand zugrunde, so Güllering.

Stefan Wöll und Michael Schmidt in ihrer leitenden Position bescheinigte er eine Leidenschaft für die Feuerwehr, die getragen wurde von menschlichem und kameradschaftlichem Kontakt, angefangen bei den Dienstanfängern bis hin zu den Alterskameraden. Ein außergewöhnliches Engagement hat ihre Arbeit ausgezeichnet, fügte Güllering hinzu. Die Worte:“Ihr beide wart ein Glücksfall für die Verbandsgemeinde Nastätten“, drückten nochmals die besondere Wertschätzung des Bürgermeisters für beide, aus.

Mit der Aushändigung der Entlassungsurkunde und mit lang anhaltendem Beifall der stehenden Anwesenden endete das Beamtenverhältnis im Ehrenamt für den bisherigen Wehrleiter und seinen Stellvertreter

Es folgte die Amtseinführung mit dem Erhalt der Ernennungsurkunden und dem Ablegen des Amtseides von Stephan Allmeroth als neuer Wehrleiter der Verbandsgemeinde Nastätten und Dominik Ried, in zunächst noch kommissarischer Funktion, als einem von zwei Stellvertretern.

Das Amt eines Stellvertreters des Wehrleiters übt Alexander Schäfer schon seit dem 01.07.2017 aus. Die drei genannten Personen bilden zukünftig die neue Wehrleitung.

Nach einem Intermezzo der Feuerwehrkapelle Dahlheim sprach der Innenstaatssekretär des Landes Rheinland-Pfalz, Günter Kern. Er schilderte den dienstlichen Werdegang von Stefan Wöll, denn dienstliche Angaben bilden immer die Grundlage für eine Ehrung. Im Anschluss an seine Rede zeichnete der Staatssekretär Stefan Wöll mit dem Goldenen Feuerwehrehrenzeichen als Steckkreuz, aus, einem Ehrenzeichen, das bisher nur an wenige Feuerwehrleute in Rheinland-Pfalz verliehen wurde.

Landrat Frank Puchtler nahm die Ehrung von Michael Schmidt vor, der mit dem Goldenen Feuerwehrehrenzeichen am Bande ausgezeichnet wurde.

Beiden Feuerwehrmännern wurden stehend mit lang anhaltendem Applaus von den Anwesenden im Saale zum Erhalt ihrer Ehrenzeichen gratuliert.

Es folgte Verbandsbürgermeister Güllering als nächster Laudator mit einer besonderen Überraschung.

Aus seiner Hand erhielt Stefan Wöll eine Ehrenurkunde die seine Ernennung zum Ehrenwehrleiter dokumentiert. Dieser Vorgang ist bisher einmalig in der Geschichte der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Nastätten.

Die Zuhörer konnten an diesem Abend merken, dass es “menschlich stimmte“, zwischen dem Verbandsbürgermeister und seiner Wehrleitung. Dies bestätigte auch die Aussage von Jens Güllering: “Es war mir eine große Freude, mit Euch beiden zusammenzuarbeiten“.

Nach diesem weiteren “Highlight“ traten eine ganze Reihe von Gratulanten nacheinander ans Rednerpult und sprachen den beiden Geehrten ihre Glückwünsche aus, dazu den Dank für das außergewöhnliche Engagement während ihrer Dienstzeit in Bezug auf die Führung von 32 Feuerwehreinheiten und die damit erbrachten Schutz- und Hilfeleistungen zum Wohle von rund 16100 Menschen.

Dabei wurde auch die neue Wehrleitung mit Worten des Dankes bedacht, dafür, dass sie bereit ist, eine so verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen.

Stefan Wöll und Michael Schmidt hatten nun Gelegenheit all denen zu danken, die an diesem Abend gratuliert hatten, aber besonders den Menschen, von denen sie bei ihrer Arbeit Unterstützung und Hilfe erfahren hatten. Und da standen an ersten Stelle ihre Familien. Beide ließen noch einmal ihre Zeit an der Spitze von 699 Feuerwehrleuten Revue passieren, und dabei die gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren aus den Verbandsgemeinden des Kreises, der Notfallseelsorge, anderen Hilfsorganisationen und der Verwaltung, nicht unerwähnt. Ihre beiden Dankesreden schlossen übereinstimmend mit den Worten: „ Es war mir eine Ehre“.

Wieder gab es lang anhaltenden Beifall der Anwesenden, die sich erneut von ihren Plätzen erhoben hatten.

Als neuer Wehrleiter der Verbandsgemeinde Nastätten hatte nun Stephan Allmeroth das Wort. Mit seinem Dank schloß er sich den vielen Vorrednern an und hob die Bedeutung dieses Tages hervor. Eine gute Einarbeitung in den neuen Aufgabenbereich durch die ehemalige Wehrleitung sei erfolgt und die neue Wehrleitung unter seiner Führung steht bereit, die Herausforderungen anzunehmen, so Allmeroth. Die jetzt amtierende Wehrleitung überreichte Geschenke an ihre Vorgänger aus Anlass des Ausscheidens aus dem Amt und als Zeichen des Dankes und der Verbundenheit.

Mit Musik hatte dieser besondere Abend begonnen und musikalisch ging er auch zu Ende.

Der große Zapfenstreich, gespielt von der Feuerwehrkapelle Dahlheim wurde optisch sehr wirkungsvoll von Fackelträgern der Feuerwehren Oberbachheim und Nastätten unterstützt. Diese Darbietung ist verdienten Personen als eine besondere Ehrung zugedacht. Ursprünglich nur beim Militär gespielt, ist dieses Zeremoniell im Laufe der Zeit von der Feuerwehr für besondere Anlässe übernommen worden.

An diesem Abend kam in Redebeiträgen zum Ausdruck, dass die Feuerwehr der Verbandsgemeinde mit moderner Technik ausgerüstet ist, eine gute Ausbildung gewährleistet und die Kameradschaft pflegt. Das Aufführen des Zapfenstreiches beweist aber auch, dass man sich der Tradition bewusst ist. All dies zusammen ergibt das Bild der Feuerwehr in der Verbandsgemeinde Nastätten, einer besonderen Gemeinschaft von Menschen, die immer da sind wenn es gilt, für ihre Mitbürger zu retten, löschen, bergen und zu schützen. (Text und Foto: Bernd Bender)

2018-07-14T12:19:52+00:0014. Juli 2018|0 Comments

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