Alterskameraden der Feuerwehren lernten römische Geschichte kennen

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Alterskameraden der Feuerwehren lernten römische Geschichte kennen

Während seiner Entstehung in den Jahren 2009 bis 2011 wurde oft über die Rekonstruktion des ehemaligen römischen Grenzkastells Pohl am Obergermanischen Limes in den Medien berichtet. Heute ist es ein beliebter Ort für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen. Auch Privatpersonen können in diesem historischen Ambiente eine Feier ausrichten. Alles sprach dafür, das einmal im Jahr stattfindende Treffen der Feuerwehrsenioren aus dem Rhein-Lahn-Kreis, im Jahre 2018 hier zu veranstalten.

Die örtliche Einheit Pohl unter ihrem Wehrführer Uwe Bauer wurde bei der Durchführung von Lars Ritscher und seinen Kameraden aus Lollschied, unterstützt.

Hartmut Meffert, der zuständige Fachbereichsleiter für die Alterskameraden im Kreis Kreisfeuerwehrverband Rhein-Lahn, konnte rund 120 Teilnehmer in der Basilika des Kastells begrüßen. Auch der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Frank Puchtler, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nassau, Udo Rau, sowie der Wehrleiter der VG Nassau, Gunnar Gramsch, waren anwesend.

Alfred Perabo, ein Mann der sich mit der Geschichte seines Heimatortes Pohl bestens auskennt, aber auch mit der römischen Geschichte und die besonders in Bezug auf Pohl, gab hierzu einen Überblick, angefangen von der Historie bis hin zur Gegenwart. Anschließend führten er und zwei weitere ausgebildete Gästeführer, Ciceros genannt, die Besucher durch die Anlage.

Es sind im Kastell originale Bodenfunde aus römischer Zeit ausgestellt. Neuanfertigungen von alten Waffen, Rüstungen und Gebrauchsgegenständen werden gezeigt. Die Rekonstruktion einer Schlafstätte der römischen Legionäre und eines Backofens sind zu sehen. Sogar das Modell des römischen Bades zu Marienfels, das nach seiner Ausgrabung im Jahre 1849 angefertigt wurde und in römischer Zeit ein bedeutendes Bauwerk in den Ausmaßen 37 auf 17 Meter war, kann man in Pohl bestaunen.

Parallel zu den Führungen wurden mit einem Beamer Fotos von vorangegangenen Treffen gezeigt. Ebenfalls hatte man während des ganzen Tages die Möglichkeit, sich im Bogenschießen auf zwei Zielscheiben zu versuchen, oder sein Können zu zeigen.

Ein weiterer Programmpunkt bildete die Präsentation von Einsatzfahrzeugen.

Von der Freiwilligen Feuerwehr Nassau war ein MLF (Mittleres Löschfahrzeug) vor Ort. Aus Weinähr kam ein KLF (Kleinlöschfahrzeug) und aus Zimmerschied ein GWTS ( Gerätewagen- Tragkraftspritze). Lollschied und Pohl zeigten ihre TSF ( Tragkraftspritzenfahrzeuge) und von der Einheit Singhofen konnte man ein MZF ( Mehrzweckfahrzeug) besichtigen.

Auch in diesem Jahr kamen Feuerwehrkameraden das erste Mal zum Treffen. Besonders erfreulich war es, auch drei Kameradinnen von der Freiwilligen Feuerwehr Zollhaus erstmals im Kameradenkreis zu sehen. Unabhängig von einander kam von einer Kameradin und einem Kameraden zum Ausdruck, dass ihre Teilnahme an zukünftigen Treffen schon jetzt in Erwägung gezogen wird, aufgrund ihrer gewonnenen positiven Eindrücke an diesen Tag. Es wurde besonders die gute Organisation der Veranstaltung gelobt, ebenso wie die sehr gute Darstellung der römischen Geschichte durch Alfred Perabo.

Es wird immer versucht, einen kulturellen Aspekt und einen Programmpunkt zum Thema Feuerwehr bei den Planungen zu dem eigentlichen Treffen mit anzubieten. Dies war auch in diesem Jahr wieder gelungen.

Bei lucanischer Bratwurst vom Grill und Speckkuchen, gebacken von den Frauen der Pohler Feuerwehrmänner, saß man bis spät am Nachmittag im Kameradenkreis zusammen und freute sich besonders, wenn man wieder einen Kameraden traf, den man schon längere Zeit nicht mehr gesehen hatte. (Text: Bernd Bender, Fotos: Paul Schmidt)

2018-07-19T20:15:58+00:0019. Juli 2018|0 Comments

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